Papierlexikon

Wald

bedeckt rund 30 % der Fläche der Bundesrepublik. 95 % davon sind sogenannter "Wirtschaftswald", also Nutzwald. Der Wald ist der Umweltschutzproduzent Nummer 1:

- Er beeinflusst den Wasserhaushalt, indem er den Boden poröser und durchlässiger macht, also für eine gute Versickerung (Hochwasserschutz) und für eine gewisse Wasserspeicherung sorgt.

- Er schützt die Nachbarflächen gegen Wind- und Kaltluftschäden sowie gegen Wassererosion. Er mildert Temperaturextreme (Klimaausgleich).

- Er sorgt für eine bessere Luft, indem er Sauerstoff "produziert" und auch als Staubfilter wirkt. nnn Er dient auch als Schutz gegen Schall und Lärm, die sich auf unbewaldeten Flächen sehr viel weiter ausbreiten können.

- Nicht zuletzt ist er Erholungslandschaft für den Menschen und natürlicher Lebensraum für viele andere Pflanzen und das frei lebende Wild. Die deutsche Papierindustrie trägt als Abnehmer von Durchforstungsholz entscheidend dazu bei, daß der Wald diese Funktionen erfüllen kann.

Walzenglättwerk

satiniert

Walzenstreichverfahren

Verfahren, bei dem der Auftrag und die gleichmäßige Verteilung der Streichfarbe auf der Papieroberfläche noch in der Papiermaschine (ist veraltet) oder in der Streichmaschine nach verschiedenen Systemen und mit unterschiedlichen Walzen erfolgt. 
Streichmaschine

Wasser

ist ein äußerst wichtiger Stoff für die Existenz aller Lebewesen und für viele Industriezweige ein wichtiges Produktionsmittel - auch für die Papierindustrie. Die meisten Vorgänge der Zellstoff- und Papiererzeugung spielen sich im wässrigen Medium ab. Während noch 1950 je Tonne Papier 167 m3 Wasser verbraucht wurde, betrug der durchschnittliche Verbrauch 2004 9,6 m3 Wasser je Tonne Papier. Dies war möglich durch Führung des Wassers in einem innerbetrieblichen Kreislauf. Nach einer Studie der OECD über den Umweltschutz in der Zellstoff- und Papierindustrie in der westlichen Welt weist die Bundesrepublik Deutschland mit den niedrigsten Wasserbedarf pro erzeugter Tonne Zellstoff oder Papier auf.

Wasser- und Abwasserforschungsstelle (WAF)

Wasser- und Abwasserforschungsstelle (WAF) der deutschen Zellstoff- und Papierindustrie in der Papiertechnischen Stiftung (PTS) ist die vom Verband Deutscher Papierfabriken e. V. (VDP) getragene ökologische Forschungs- und Beratungsstelle.

Wasserzeichen

werden gemeinhin als Merkmal für Papiere besonderer Qualität angesehen. Sie sind europäischen Ursprungs; erstmals 1282 in Bologne/ Italien nachweisbar. Die Chinesen kannten sie nicht, auch die Araber haben nach heutigem Kenntnisstand damit nicht gearbeitet. Als Entstehungsgründe der Wasserzeichen können genannt werden: 

- Herkunftszeichen 
- Qualitätsmerkmale 
- Unverwechselbarkeit

Sie dienten also zum Schutz gegen Nachahmungen und Fälschungen, sie waren gleichzeitig aber auch Gütesiegel des jeweiligen Herstellers. Wasserzeichen sind Zeichnungen im Papier, die durch unterschiedliche Papierstärke hervorgerufen werden. Das echte Wasserzeichen entsteht durch Verdrängung ("Licht"-Wasserzeichen) oder Anreicherung der Fasermasse ("Schatten"-Wasserzeichen) schon in der Siebpartie (Papiermaschine) mit Hilfe einer Wasserzeichenwalze (Egoutteur). Halbechte Wasserzeichen (Molette-Wasserzeichen) werden nach dem Verlassen der Siebpartie in das immer noch nasse Papier eingeprägt. Die "unechten" Wasserzeichen entstehen außerhalb der Papiermaschine durch Bedrucken mit farblosem Lack oder durch Prägen.

Weißgrad

Der Weißgrad kennzeichnet die Intensität des Weißeindruckes. Die unterschiedlichen Farbnuancen (rötlich, gelblich, bläulich, grünlich) werden im Farbort berücksichtigt.

Weißschliff

wird fast ausschließlich aus Fichtenholz hergestellt und oft auch gebleicht verwendet, Weißschliff ist Rohstoff hauptsächlich für holzhaltige Schreib- und Druckpapiere. Kiefernholz ist wegen des hohen Harzgehaltes für diese Art des Holzschliffs weniger geeignet.

Wellpappe

wurde 1871 in den USA erfunden. Wegen seiner guten Verpackungseigenschaften setzte sich das neue Material weltweit schnell durch. Die Jahresproduktion der Wellpappenpapiere in der Bundesrepublik lag 2006 bei 6,3 Millionen Tonnen. Hergestellt wird Wellpappe, indem eine Papierbahn, der sogenannte Wellenstoff (häufig aus Halbzellstoff), zwischen zwei Riffelwalzen hindurchgeführt und dabei mit Druck und Hitze in Wellenform gepresst wird. Dieses gewellte Papier wird danach in der gleichen Maschine ein- oder beidseitig mit einer glatten Papierbahn beklebt. Außerdem kann man sie je nach Anforderung in mehreren Lagen verarbeiten.

Werkdruckpapier

Ein maschinenglattes, holzfreies oder leicht holzhaltiges Druckpapier mit mehr oder weniger Füllstoff auf höchstmögliches Volumen gearbeitet. 
Dickdruckpapier, Papiervolumen, Volumen von Papier

Wertzeichenpapier

Dokumentenpapier

Wickelpappen

(Handpappen) werden auf Wickelpappenmaschinen mit ein oder zwei Rundsieben hergestellt, wobei die nasse Pappe auf einer sogenannten Formatwalze zur gewünschten Stärke aufgewickelt und dann in weiteren Arbeitsgängen gepresst und getrocknet wird.

Widerdruckseite

Widerdruck- und Schönseite sind Gegensätze. Sie entsprechen den Bezeichnungen Sieb- und Filzseite der Papierhersteller. Schönseite, Siebseite

Sie haben Fragen zu unseren Leistungen oder wünschen eine persönliche Beratung? Unser Creative Paper Solutions Team hilft Ihnen gerne weiter.“

Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Frau Nadine Pfau
Creative Paper Solutions

Gehrnstr. 7-11, 76275 Ettlingen

+49 7243 73-959 bis -964

info.depapyruscom