Papierlexikon

Satinage

Satinage bedeutet ganz allgemein das Glätten der Oberfläche eines Papiers in einem Kalander. Dadurch ergibt sich die gewünschte Oberflächencharakteristik des Papiers.

Satiniert

werden Papiere, für deren Verwendungszweck (bedrucken mit feinem Raster) die Oberflächenqualität aus dem Glättwerk der Papiermaschine nicht ausreicht. Die Satinage erfolgt in einem Kalander, einem System übereinanderliegender, meist beheizter Stahlgusswalzen und Papierwalzen, durch die das Papier schlangenförmig hindurchgeführt wird.

Schattenwasserzeichen

Wasserzeichen

Schleifen

Holzschliff

Schmalbahn

Bezeichnung, aus der die Laufrichtung der Papierfasern eines Bogens hervorgeht. Dabei ist die kürzere (schmalere) Kante aus der Breite der Papierbahn der Papiermaschine geschnitten worden. Beispiel: 43 x 61 SB oder 61 x 43 BB. 
Breitbahn

Schmierige Mahlung

Hoher Mahlgrad (Mahlung) zur Bearbeitung von Faserstoffen. Rösche Mahlung

Schreibmaschinenpapier

Schreibmaschinenpapiere sind weiße oder farbige Naturpapiere, speziell zur Verwendung im Büro. 

Definition nach DIN 6730: "Papier mit einem hohen Widerstand gegen die mechanische Verletzung durch den Anschlag der Typen einer Schreibmaschine; Schreibmaschinenpapier muss radierfest und ausreichend geleimt sein und eine matte Oberfläche haben."

Schreibpapiere

Weiße oder farbige, holzfreie oder holzhaltige aber auch mit Sekundärfasern gefertigte Papiere mit Oberflächenleimung. Durch eine Satinage erhalten sie im Kalander eine verdichtete und glatte Oberfläche.

Schrenzpapier

ist einfachstes AP-Papier, das ausschließlich aus unsortiertem Altpapier hergestellt wird. Es ist meist grau, manchmal bräunlich eingefärbt und hat ein Flächengewicht von 80 g/m2 und mehr. Es dient vorwiegend als Ausgangsstoff für verschiedene Wellpappen.

Schwachholz

Durchforstung

Schönseite

Siebseite 

Widerdruck- und Schönseite sind Gegensätze. Sie entsprechen den Bezeichnungen Sieb- und Filzseite der Papierhersteller.

SC-Papiere

SC = supercalandered. Es sind Papiere mit stark verdichteter Oberfläche bzw. im Kalander geglättete Papiere für den Rollenoffset- und Rollen-Tiefdruck.

Seidenpapiere

sind - unabhängig vom eingesetzten Faserstoff - alle Papiere bis zu einem Flächengewicht von 30 g/m2. Sie dienen vorwiegend zum Verpacken empfindlicher Gegenstände.

Sekundärfasern

Fasern für die Papierherstellung, die die Papier- oder Pappeerzeugung bereits durchlaufen haben (DIN 6730/A1). Altpapier, Post-consumer-waste, Pre-Consumer-Waste

Selbstdurchschreibepapier

Funktionspapiere, weiß und farbig, für die Herstellung von Mehrfachformularen. CB, CFB, CF

Sieb

Metalltuch, das aus Drähten oder Kunststoffäden gewebt wird und als endlose Bahn in einer Langsiebpapiermaschine der Blattbildung und Entwässerung der Fasersuspension dient, die vom Stoffauflauf aufgebracht wird.

Siebpartie

Teil der Papiermaschine. Sieb

Siebseite

heißt die Seite des Papiers, die bei der Blattbildung in der Papiermaschine auf dem Sieb aufliegt. Sie ist, vor allem bei Faserstoffen niedrigerer Qualität, häufig am leichten Abdruck des Metallgewebes auf der Papieroberfläche zu erkennen. Die Siebseite enthält zudem weniger Füllstoffe, weil diese zum Teil mit dem Wasser vom Sieb abgesogen werden. Die dem Sieb abgewandte Seite wird wegen der glatteren Oberfläche und des höheren Füllstoffgehalts als "Schönseite" oder "Schöndruckseite" bezeichnet. Für diese Verschiedenheit der beiden Oberflächen haben die Papiermacher den Begriff "Zweiseitigkeit" geprägt. 
Filzseite, Widerdruckseite

Spielkartenkarton

Ein aus mehreren Lagen bestehender geklebter Karton bester Qualität. Die äußeren Lagen sind hochweiß, während die Mittelschichten oftmals gegen ein Durchscheinen grau bis schwarz gefärbt sind.

Ster

Raummeter

Stoff

Ausdruck in der Papierindustrie für die aus Fasern und einer Vermengung aus Fasern und Zutaten aller Art hergestellte Mischung dieser Bestandteile mit Wasser.

Stoffaufbereitung

Behandlung und Veränderung von Fasern sowie das Mischen von Faserstoffen und Zusätzen im gewünschten Verhältnis entsprechend der auf der Papiermaschine zu produzierenden Papierqualität.

Stoffauflauf

Wichtiger Bestandteil einer Papiermaschine. Er hat die Aufgabe, den Stoff nach der Stoffaufbereitung dem Sieb in einer vorgegebenen Menge zuzuführen.

Streichmaschine

Maschine zur maschinellen Herstellung von gestrichenen Papieren. Sie hat die Aufgabe eine bestimmte Streichfarbe auf die Oberfläche des eigentlichen Trägerpapiers oder Rohpapiers zu übertragen.

Strohzellstoff

wird durch Häckseln, mechanische Behandlung und chemisches Aufschließen (Zellstoff) des Strohs gewonnen. Der Anteil am Rohstoffverbrauch der deutschen Papierindustrie macht höchstens noch 0,2 Prozent aus.

Sulfatzellstoff

(auch: Natronzellstoff) entsteht durch Kochen von Holzschnitzeln in Ätznatronlauge mit Schwefelnatriumgehalt. Die alkalische Kochung ermöglicht es, auch harzhaltige Hölzer einzusetzen, da das Harz beim Kochen verseift wird. So wird es möglich, die für die Papierfestigkeit günstigen langen Fasern der Kiefer aufzuschließen (Zellstoff). Das Sulfatverfahren bringt einen sehr festen, zähen Zellstoff hervor. Sulfatzellstoff ist schwieriger zu bleichen als Sulfitzellstoff. Er wird in Deutschland seit Dezember 1999 wieder hergestellt. Im Jahr 2006 wurden in Deutschland 4,2 Millionen Tonnen Sulfatzellstoff verbraucht.

Sulfitzellstoff

entsteht, wenn in Schnitzel zerhacktes Fichten- oder Laubholz in einer Lösung aus Kalzium- oder Magnesiumbisulfit und schwefliger Säure gekocht wird. Sulfitzellstoff hat gegenüber dem Sulfatzellstoff den Nachteil kürzerer Fasern - gleichbedeutend mit geringerer Festigkeit im Papier -, ist aber leichter zu bleichen.

SWAN LABEL

Der SWAN LABEL ist ein Umweltzeichen für Feinpapiere. Das nordische Umweltzeichen wird vom Institut für Normung SIS vergeben. Eine neutrale, internationale Kontrollinstanz beurteilt nicht nur das Produkt selbst, sondern auch den Herstellungsprozess. Zielsetzung: Der nordische Schwan soll dem Käufer helfen, unter dem Warenangebot die am wenigsten umweltbelastenden Produkte auswählen zu können und die Hersteller zu Produktentwicklungen zu motivieren, die Rücksicht auf Gesundheit und Umwelt nehmen. Erfüllt ein Feinpapier die gestellten Bedingungen, muss der Hersteller bei der Bewerbung um das Umweltzeichen sämtliche technischen Daten des Produktes und der Herstellung offenlegen. Weiterhin muss er damit einverstanden sein, dass eine unabhängige Organisation kontinuierlich die Einhaltung der Vorschriften kontrolliert. Die Lizenz für den nord. Schwan gilt für die Dauer von max. 3 Jahren und kann jederzeit widerrufen werden, wenn die Bedingungen nicht erfüllt werden. Die grundlegenden Kontrollen des Swan-Zeichens für die ganzheitliche Papierherstellung beziehen sich auf die eigentlichen Emissionen bei der Zellstoff- und der Papierherstellung in die Umwelt. Die wesentlichen Parameter sind:

- Die organischen Chlorverbindungen im Abwasser der Zellstoff- bzw. Papierfabrik (AOX) 
- Der chemische Sauerstoffbedarf des Abwassers der Zellstoff- bzw. Papierfabrik (COD) 
- Die Schwefel-Emissionen während der Zellstoff- bzw. Papierproduktion (S) 
- Stickstoffoxyd-Emissionen (NOx). 

Ein zusammenhängendes Punktesystem für die vier Messbereiche gibt Auskunft über die Umweltverträglichkeit der ganzheitlichen Papierherstellung. Um für ein Produkt die Swan-Auszeichnung zu erlangen, darf das Papier nach der Prüfung der vier Emissionsbereiche in ihrer Addition eine Gesamtzahl von 4,0 Punkten nicht überschreiten.

Synthetische Papiere

Nach DIN-ISO 6730 sind Synthesefaser-Papiere ein "flächiger, im wesentlichen aus Chemiefasern bestehender Werkstoff".

Sägenebenprodukte

auch Sägewerksabfälle genannt, sind Holzreste, die bei der Verarbeitung von entrindeten Stämmen zu Nutzholz anfallen. Sie machten in 2006 immerhin 35,4% ( = 3,756 Mill. Festmeter o.R.) des Verbrauchs von Faserholz in der deutschen Zellstoff-und Papierindustrie aus.

Säurefreie Papiere

Papiersorten, die keine Säure und auch keine Restchemikalien, die Säure produzieren, enthalten. Wenn von einem Papier Alterungsbeständigkeit verlangt wird, sind solche Papiere zu bevorzugen. Lebensdauerklassen

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