Papierlexikon

Bahnbreite

Die Bahnbreite ist die Rollenbreite, in der das Papier auf der Papiermaschine gearbeitet ist. Sie läuft quer zur Laufrichtung.

Banknotenpapier

Sehr dauerhaftes, griff- und falzfestes, für den Mehrfarbendruck geeignetes fälschungssicheres Papier mit echten, mehrstufigen Wasserzeichen (Schattenwasserzeichen). Die Herstellung solcher Papiere erfolgt auf sogenannten Rundsiebmaschinen.

Barytpapier

Geleimtes, knotenfreies und mit einem Strich aus Bariumsulfat gestrichenes Papier. Es hat eine völlig glatte und sehr geschlossene Oberfläche.

Belegleserpapier

Unter hohen Qualitätsnormen hergestelltes Papier für die maschinelle Datenverarbeitung. Es werden dafür holzfreie Papiere verwendet. Die Normen und Spezifikationen für solche Papiere sind in einer DIN-Vorschrift festgelegt.

Berstwiderstand/Berstfestigkeit

Maß für den Widerstand des Papiers gegen Druckbeanspruchung senkrecht zur Papierfläche. Die Berstfestigkeit ist ein wichtiges Merkmal im Verpackungsbereich.(DIN 53141, sowie ISO 2758-Papier und ISO 2759-Pappe)

Beschichtete Papiere und Pappen

Werden vorwiegend dort eingesetzt, wo die natürlichen Eigenschaften des Papiers für einen bestimmten Verwendungszweck nicht ausreichen. Zur Beschichtung wir heute bevorzugt Kunststoff verwendet (früher waren es Wachs, Paraffin oder Bitumen), der im flüssigen oder pastösen Zustand auf das Papier gebracht wird. Beschichtete Papiere und Pappen sind besonders als Verpackungsmaterialien für Flüssigkeiten oder feuchtigkeitsgefährdete Güter geeignet. Kaschierungen

BHKP

Bleached Hardwood Kraft Pulp (gebleicht Kurzfaser-Sulfat)
BHKP wird in Euro gehandelt!

Bibeldruckpapier

Hochwertiges, festes, dünnes, opakes, feinstes Druckpapier zur Herstellung umfangreicher, aber dünner Bücher.

Biegefestigkeit (Biegekraft)

Widerstand, den ein Papier Verformungen im elastischen Bereich entgegensetzt. Wichtig bei Faltschachteln und Etiketten. (DIN 53121 oder DIN 53123)

Bilderdruckpapier

Oberbegriff für eine Vielzahl gestrichener Papiere unterschiedlicher Qualität, die im Bogenoffset- und Rollenoffsetdruck mehrfarbig bedruckt werden können. Gestrichene Papiere

Bildpostkartenkarton

Bezeichnung für ein- oder beidseitig matt- oder auch glänzend gestrichenen Karton von 180 - 300 g/m2. Auch sogenannte gussgestrichene d.h. spiegelglänzende Kartons werden für den Druck von Bildpostkarten eingesetzt. Gussgestrichene Papiere

Blatt

Papier und Karton in ungefalztem Zustand kleiner als DIN A 3. Für Formate, die im ungefalzten Zustand größer als DIN A3 sind, wird im allgemeinen der Ausdruck Bogen verwendet.

Blattbildung

Blattbildung ist bei der manuellen und auch maschinellen Papierherstellung die Bildung eines flächigen Gefüges aus Fasern und Füllstoff, also die Herstellung von Papier. Langsiebpapiermaschine

Bleichen

Unter Bleichen ist die Erhöhung des Weißgrades eines Faserstoffes zur Herstellung von Papier zu verstehen. Der Bleichprozeß ist eine Weiterführung des chemischen Aufschlusses, bei der die Abtrennung der Zellulosebegleitstoffe vollendet wird. Denn der Zellstoff hat nach dem chemischen Aufschluß eine gelbliche bis braune Färbung. Das Bleichen erfolgt heute mehr und mehr ohne Chlor oder Chlorverbindungen. Chlorbleiche, ECF, TCF

Bogen

Oberbegriff für auf Format geschnittenes Papier größer als DIN A3. Gefalzte Bogen werden als Falzbogen bezeichnet. Blatt

Braunschliff

ist eine Holzschliffart, für die hauptsächlich Kiefernholz eingesetzt wird. Das Holz wird vor dem Schleifen gedämpft oder gekocht, um beim Schleifvorgang die Lockerung und Herauslösung der Fasern zu erleichtern. TMP, Weißschliff, Zellstoff

Breitbahn

Ein Papierbogen, dessen lange Seite aus der Breite der Papierbahn geschnitten wurde. Die Laufrichtung des Bogens liegt also parallel zur Schmalseite. Beispiel: 70 x 100 BB oder 100 x 70 cm. Schmalbahn

Briefumschlagpapier

Einseitig glattes oder satiniertes (geglättetes), schreibfestes weißes oder farbiges Papier mit Flächengewichten von 70-150 g/m2 (DIN 6733). Es wird in verschiedenen Qualitäten holzfrei, holzhaltig aber auch mit hohen Anteilen an Sekundärfasern (Recyclingpapier) hergestellt.

Bristolkarton

Bristolkarton aus mindestens drei (verschiedenen) Lagen.Die beiden Deckschichten bestehen aus holzfreiem Stoff, die Einlage ist holzhaltig. Er ist besonders auftragend und stabil. Karton

Bruchholz

auch Kalamitätsholz genannt, entsteht z. B. dadurch, daß ein Unwetter den Forst verwüstet, Äste oder ganze Bäume abbricht ("Windbruch") oder im Winter Äste und auch ganze Bäume durch das Gewicht des auf ihnen lastenden Schnees abbrechen ("Schneebruch"). Die sehr kostspieligen Aufräumungsarbeiten - als Voraussetzung zur Wiederaufforstung und als Schutz gegen Insektenbefall und Waldbrände - sind nur zu finanzieren, wenn sich Käufer für die Abfallhölzer finden. Verwertet wird das Bruchholz nur in der Zellstoff- und Papierindustrie sowie bei der Spanplattenherstellung, die damit einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung des Waldes leisten.

Bruchwiderstand (Bruchlast)

Festigkeitseigenschaft eines Papiers bei Zugbeanspruchung. Dabei wird ermittelt, welche Höchstlast bis zum Zerreißen eines bestimmten Papierstreifens von definierter Breite erforderlich ist. Die Bestimmung erfolgt nach DIN 53112, Teil 1 mittels eines Zugprüfgerätes mechanischer oder elektronischer Kraft- und Wegmessung.

BSB

(biochemischer Sauerstoffbedarf). Beim biologischen Abbau von Verunreinigungen im Wasser wird Sauerstoff verbraucht. Der Sauerstoffverbrauch (Bedarf) ist dabei ein Maß für den Grad einer Verunreinigung. In der Praxis mißt man den BSB als BSB5. Das ist der Sauerstoffbedarf in einer bestimmten Wassermenge während 5 Tagen. (CSB).

Buntpapiere

Im Gegensatz zu farbigen Papieren werden Buntpapiere erst nachträglich durch Färben und Mustern (meist künstlerisch-manuell) hergestellt. Es gibt zahlreiche Techniken. Kleisterpapier

Bütte

Rundes oder ovales Holzgefäß, aus dem verdünnter Faserbrei, das sogenannte Ganzzeug (Ganzstoff) manuell zur Herstellung von Büttenpapier mit Hilfe eines Siebes geschöpft wird. Büttenpapier

Büttenpapier

Ursprünglich von Hand mit einem Sieb "aus der Bütte" geschöpftes Papier. Dabei steht der Büttenrand organisch mit der Blattbildung in Beziehung. Es entsteht der für solche Papiere typische, ungleichmäßige und verlaufende Rand handgeschöpfter Papiere. Es gibt heute auch imitierte Büttenpapiere (z.B. mit gestanztem oder nicht verlaufendem Rand!). Maschinenbüttenpapier

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